Fälle aus der Praxis zum Thema Schule
Beispiel 1 - Kindergartenbesuch in Nachbarsgemeinde:
Die Unterrichtsdauer für Kindergartenschüler beträgt in der Gemeinde der betroffenen Familile sechs Halbtage pro Woche. Die zuständige Behörde der Gemeinde teilt den Eltern mit, dass ihr Kind aufgrund seiner Behinderung nur an jeweils zwei Halbtagen pro Woche den Kindergarten besuchen dürfe, da dies ansonsten die Struktur überfordere...
Beispiel 2 - NFA-Fall 1: Kostenübernahme von Legasthenietherapiestunden bei Privatschülerin:
Ein Mädchen mit starker Legasthenie besucht eine Privatschule, da die Eltern der Meinung sind, diese fördere ihre Tochter besser. Die Gemeinde weigert sich, die Kosten für den logopädischen Unterricht weiterhin zu übernehmen...
Beispiel 3 - NFA-Fall 2: Kostenübernahme für Schule und Schultransport abgelehnt:
Die Eltern einer Erstklässlerin möchten, dass die Gemeinde die Kosten für die Privatschule sowie den Schultransport übernimmt. Sie sind der Ansicht, ihr Kind sei dort besser gefördert...
Beispiel 4 - Kantonswechsel schafft Unsicherheit:
Miriam ist 11jährig und mehrfach behindert. Ihre Eltern verlegen den Wohnsitz in den Nachbarkanton. Die Behörden wollen die Kosten für die Sonderschulung nur für Institutionen im eigenen Kanton übernehmen...
Beispiel 5 - NFA-Fall 3: Mädchen mit Trisomie 21 von Regelschule ausgeschlossen:
Joëlle hat Trisomie 21 und ist seit August 2003 im Regelkindergarten bzw. seit August 2004 in der Regelschule sozial teilintegriert. Mittels Beschluss der Oberstufenkommission wird sie aus der Regelschule ausgeschlossen. Begründet wurde der Entscheid im Wesentlichen mit „den mangelhaften Voraussetzungen der Schule nach den Vorstellungen der Eltern und fehlendem Vertrauen, Respekt, Geduld und Verständnis [der Eltern] gegenüber der Schule“...
Beispiel 6 - Vortrag in Gebärdensprache:
An einer staatlichen Gehörlosenschule wird ein gehörloser Schüler durch den Lehrer daran gehindert, einen Vortrag in Gebärdensprache zu halten...
Beispiel 7 - Kindergartenpreis:
Ein Vater meldet sein Kind in der Kinderkrippe an und informiert die Verantwortlichen, dass sein Sohn mit Down Syndrom lebt. Ihm wird zwar ein Krippenplatz zugesagt, jedoch für die Hälfte mehr Geld als die anderen Kinder...
Beispiel 8 - Einschulung Kindergarten:
Die Eltern einer Kindergartenschülerin mit Down Syndrom möchten ihre Tochter in den Regelkindergarten einschulen. Ihr Gesuch wird zum zweiten Mal abgelehnt, mit Verweis auf die mangelnde Infrastruktur der Gemeinde...
Beispiel 9 - Aspergersyndrom / Schule:
Es gibt vermehrt Anfragen, in denen die Probleme der Kinder mit Aspergersyndrom und der Integration in die Regelschule im Zentrum stehen...
Beispiel 10 - Einsätze von Gebärdendolmetschern bei Schulgesprächen:
Es gab vermehrt Anfragen betr. Fällen, in denen gehörlosen Eltern die Kosten für Gebärdendolmetschereinsätze an Schulveranstaltungen ihrer Kinder auferlegt wurden...
Beispiel 11 - Weiter Weg für Kind mit Sehbehinderung:
Ein Knabe mit einer starken Sehbehinderung wird demnächst in den Kindergarten eingeschult. Die Eltern erhalten den Bescheid der zuständigen Behörde, dass Martin einen mit dem Auto zirka 15 Minuten entfernten Kindergarten besuchen soll...
Beispiel 12 - Haftungsausschluss für behindertes Kind im Kindergarten:
Ein körperbehindertes Mädchen darf nur dann weiterhin im Kindergarten bleiben, wenn die Eltern eine Haftungsausschlusserklärugn zuhanden des Kindergartens unterschreiben...
Beispiel 13: Nichtintegration eines Kindes mit Behinderung:
Einem Kind mit Spina Bifida wird die Integration in die Regelschule verweigert. DIe Schule verweist auf die fehlenden Rahmenbedingungen...
Alle Beispiele auf einen Blick:
Hier finden Sie eine Zusammenstellung aller Beispiele in einem Dokument.

